Für Entwicklungsteams

Ihr Coding Agent ist schnell. Woran merkt er, dass er falsch liegt?

Eine Untersuchung vom Juni 2026 zeigt: Sprachmodelle finden Fehler in fremdem Code zuverlässig, im eigenen kaum. Damit fällt der Reflex weg, auf den sich viele Teams gerade verlassen. Der Widerspruch muss von außen kommen, und den muss jemand bauen.

  • Ein kurzer, prüfbarer Vertrag pro Feature statt langer Prompts
  • Abnahmekriterien, die sich widerlegen lassen
  • Reviews, die bei KI-generierten Diffs standhalten
  • Ein Repo, in dem sich Standards ansammeln statt zu verfallen

Zwei Wege

Selbst lernen oder im Team einführen

Der Online-Kurs ist für Einzelpersonen gedacht, die in ihrem Tempo arbeiten. Der Workshop bringt ein ganzes Team an einem Arbeitstag auf denselben Stand, am eigenen Code.

Vorgespräch dauert 30 Minuten und kostet nichts.

Das Muster

Drei euphorische Monate, danach sechs Monate Archäologie

Fast jedes Team führt seinen ersten Coding Agent auf dieselbe Weise ein. Jemand installiert das Werkzeug, alle fangen an zu prompten, und eine Woche lang sieht das Ergebnis großartig aus. Dann kippt die Qualität, und zwar leise.

  • Sessions werden lang, der Agent verliert den Faden und baut an Stellen um, nach denen niemand gefragt hat.
  • Refactorings brechen Code, der funktioniert hat, und niemand merkt es vor dem Deploy.
  • Reviewer winken Diffs durch, weil sie zu groß geworden sind, um sie noch ernsthaft zu prüfen.
  • Nach ein paar Monaten steht Code im Repo, den niemand im Team mehr erklären kann.

Die Antwort darauf ist nicht besseres Prompting. Die Antwort ist ein Prozess, in dem Ergebnisse überprüfbar sind, bevor sie im Hauptzweig landen. Das ist die Disziplin, die erfahrene Entwickler ohnehin praktizieren, nur so aufgeschrieben, dass eine Maschine sie lesen kann.

Die Methode

Vier Bausteine, die aus Tempo Verlässlichkeit machen

Die Absicht vor dem Code

Ein kurzer Vertrag pro Feature, der auch festhält, was NICHT gebaut werden soll. Jeder Abschnitt schließt eine Tür, die der Agent sonst geöffnet hätte.

Prüfschritte, die wirklich prüfen

„Tests laufen durch" ist kein Kriterium, weil es sich nicht widerlegen lässt. Sie lernen, Abnahmekriterien so zu formulieren, dass ein Fremder sie nachvollziehen kann.

Kontext als Budget

Coding Agents werden über lange Sitzungen messbar schlechter. Eine Aufgabe, eine frische Sitzung, ein überprüfbarer Stand.

Grenzen statt Bitten

Eine Regel im Prompt ist eine Bitte, die der Agent nach zwei Stunden vergisst. Eine Regel im Hook ist eine Grenze. Der Unterschied zeigt sich genau dann, wenn es darauf ankommt.

Der Aufbau

Sechs Module, in Kurs und Workshop identisch

Als Träger verwende ich Claude Code, weil es den saubersten Support für eigene Kommandos, Sub-Agenten und Regel-Dateien hat. Die Methodik überträgt sich eins zu eins auf Codex, Cursor und jeden anderen modernen Coding Agent.

01

Fundament

Warum längere KI-Sessions kippen, Comprehension Debt und die Standards, die im Repo dauerhaft gelten.

02

Brainstorm & Align

Was vor der Spezifikation passiert, wenn das Ticket nur „wir brauchen ein besseres X" lautet.

03

Planen in Vertical Slices

Features so schneiden, dass jeder Schritt lieferbar und prüfbar ist, statt drei Schichten ohne Funktion.

04

Implementieren & Verifizieren

Der operative Loop, das Security-Gate und Reviews, die den Diff tatsächlich erfassen.

05

Refactor, Commit & Living Spec

Atomare Commits mit dem Warum im Body, und was mit der Spezifikation nach dem Merge passiert.

06

Production Resilience

KI als Abhängigkeit in Live-Systemen, Fehlermuster und der Handshake für festgefahrene Agenten.

Formate

Welcher Weg passt zu Ihnen?

Online-Kurs

Spec Dojo

Für Entwickler und Solo-Builder, die selbstständig arbeiten. Sechs Module, 36 Lektionen, rund zehn bis zwölf Stunden Lernzeit mit Übungen am eigenen Rechner.

  • Jederzeit verfügbar, in eigenem Tempo
  • Übungen mit Claude Code, Cursor und OpenSpec
  • Workbook-Cheatsheets zu jedem Modul
  • Abschlussprüfungen und Zertifikat
Kurs ansehen →

Team-Workshop

Ein Arbeitstag, Ihr Code

Für Entwicklungsteams, die gemeinsam auf einen Stand kommen wollen. Drei bis sechs Teilnehmer, vor Ort oder remote, auf Wunsch als zweimal vier Stunden.

  • Am Ende des Tages ist ein echtes Feature ausgeliefert
  • Kleingruppe mit individueller Begleitung
  • Starter-Kit zum Übernehmen in jedes Repo
  • Ein Adoptionsplan für Ihr konkretes Team
Vorgespräch buchen →

Wann sich das lohnt, und wann nicht

Passt gut

  • Teams mit mittlerer bis seniorer Erfahrung, die einen Coding Agent bereits einsetzen und an die Wand gestoßen sind
  • Teams, die gerade erst einsteigen und den schmerzhaften ersten Monat überspringen wollen
  • Tech-Leads, die für die Einführung im Team verantwortlich sind

Passt nicht

  • Einzelne Bugfixes. Dafür brauchen Sie einen fehlschlagenden Test, keine Spezifikation
  • Zweizeilige Änderungen. Wenn die Beschreibung länger wird als der Diff, lassen Sie sie weg
  • Teams ohne sichere Grundlagen in Git, Terminal und einem gängigen Stack

Der Maßstab, der sich durch alles zieht: Wenn Sie es in einem Postmortem nicht erklären können, hätten Sie es nicht ausliefern dürfen.

Über den Trainer

Daniel Schlager

Ich bin Full-Stack-Software- und AI-Engineer aus Salzburg, mit über zwanzig Jahren Produktivcode in Python, TypeScript, Java und C#/.NET. Angewandte Informatik an der Universität Salzburg, davor Lehre als EDV-Techniker, danach Full-Stack-Rollen unter anderem bei sproof und an der Digital-Humanities-Plattform der Uni Salzburg.

Mein aktueller Schwerpunkt ist die Orchestrierung von KI-Agenten, Knowledge Graphs und RAG-Pipelines in echter Entwicklungsarbeit. Jedes Muster in diesem Kurs habe ich in ausgeliefertem Code eingesetzt, bevor es in eine Folie gewandert ist.

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Nächster Schritt

Reden wir 30 Minuten über Ihr Team

Im Vorgespräch klären wir, wo Ihr Team gerade steht, ob der Workshop die richtige Form ist und welches echte Ticket sich als Übungsfeature eignet. Das Gespräch kostet nichts und endet auch mit einem ehrlichen Nein, falls es nicht passt.